Regionalpark-Rhein-Main

Stadtlandschaften 
Die Region Frankfurt/Rhein-Main gehört als wirtschaftsstarke und dicht besiedelte Region zu den drei größten Metropolregionen Deutschlands. Mit über 5 Mio. Einwohnern besitzt der Ballungsraum zwischen der Vielzahl von Städten und Gemeinden noch große „regionale Grünzüge“. Felder, Wiesen und Wälder reichen bis weit in die Kernregion um Frankfurt hinein und bieten den Menschen der Region ein Erholungsangebot direkt vor der Haustür.
Anders als in den Regionen Paris und London reichen in der Region Frankfurt Rhein-Main die Freiflächen bis zum Zentrum des Verdichtungsraumes.

Grünräume sichern
Damit dies so bleibt, versucht der Regionalpark RheinMain diese, für unsere Lebensqualität wichtigen Landschaftsräume zu schützen. Ein hohes Gut, das für andere, dicht bebaute europäische Metropolen, unwiederbringlich verloren ist.
Die Aufgaben des Regionalparks Rhein- Main gehen über ein einfaches Bewahren weit hinaus. Denn um die Landschaftsräume als wichtige Qualität der Region zu sichern, müssen sie nicht nur planerisch geschützt, sondern aktiv als Landschaft gestaltet und weiterentwickelt werden, zum Beispiel durch Gestaltungen, Renaturierungen oder die Veranschaulichung historischer Spuren in der Landschaft. Wo immer möglich unterscheiden sich daher die Regionalparkrouten von üblichen Feldwegen. Gestaltete Anlagen und Attraktionspunkte an den Wegen laden zum Verweilen ein oder vermitteln spannende Geschichten über die Landschaft.
Immer wieder gibt es an den Routen Abschnitte mit begleitenden Wiesenstreifen, Alleen, Baumreihen, Hecken und Gehölzen. Die Wege führen durch offene Landschaft aber auch durch große Waldgebiete. Die Routen führen vorbei an landwirtschaftlicher Kulturlandschaft, idyllischen „Landschaftsinseln“, Monumenten der Industriekultur, historischen Gärten und Parks sowie bedeutenden Stätten der Vor- und Frühgeschichte über das Mittelalter bis zur Gegenwart. Neben der heimatlichen „Geschichte zum Anfassen“ werden auch die Sensibilität für die hiesige Umwelt und Natur, aber auch der kindliche Entdeckergeist geweckt. Und das alles in einer kontrastreichen Landschaft, die hohe Mobilität und wirtschaftliche Leistungsstärke in unmittelbarer Nachbarschaft zu idyllischen Naturräumen aufweist.


Regionalparkroute Rhein-Main
Quelle: www.regionalpark-rheinmain.de

Rund um den Regionalpark-Rhein-Main
Gemeinsam mit den Gemeinden, Kommunen und Partnern sind bis heute über 200 Projekte realisiert und damit attraktive Ausflugsziele entstanden. Sie werden über die bereits ausgebauten Teile des Regionalparkroutennetzes verbunden, das von jedem Ort der Region einen schnellen Einstieg ermöglicht. Das geplante Routennetz erstreckt sich von Rüdesheim im Rheingau bis in die nördliche Wetterau, vom Hessischen Ried im Süden bis weit in das Kinzigtal nach Osten. In den kommenden Jahren wird es Stück für Stück realisiert.

Die Regionalpark Rundroute – 190 km Landschaftserlebnis
Mit der Rundroute wird der Regionalpark im zentralen Ballungsraum sichtbar und erlebbar. Die Regionalpark Rundroute ist die zentrale Route, startend im Mainvorland durch die Landschaften des Vordertaunus über die Wetterau und den Stadtwald bis ins Ried. Sie verbindet auf insgesamt 190 km Streuobstwiesen und Feuchtbiotope, Kunstwerke und historische Zeugnisse aber auch Aussichtspunkte und Spielangebote geben immer wieder neue Einblicke in die umgebende Kulturlandschaft.

Verknüpfen und Verbinden
Mit der Regionalpark Rundroute sind 35 Kommunen der Region über die Landschaft miteinander verknüpft. Vorhandene Routenabschnitte und Einzelprojekte werden vernetzt, Sehenswürdigkeiten angebunden und charakteristische Landschaftsräume erschlossen. Vor die Haustüre treten, direkt ins Grüne kommen und vielfältige Freizeitangebote in der abwechslungsreichen RheinMain-Landschaft finden – das ist das Motto. Gleichzeitig funktioniert die Rundroute als Drehkreuz: Regionalpark Routen führen von dort nach Innen in Richtung Grün- Gürtel Frankfurt und nach Außen in den ländlichen Raum. Dabei geht nicht nur darum, einen Radweg zu beschildern. Regionalparkrouten sind viel mehr als nur Wegeverbindungen. Sie wollen einen regionalen Erholungs- und Erlebnisraum schaffen.

Die Kilometrierung
Als das zentrale Element des Routensystems führt die Regionalpark Rundroute durch eine höchst vielfältige und städtische geprägte Kulturlandschaft. Zur leichteren Erkennung des Weges wurde die Idee einer Kilometrierung der Rundroute entwickelt. Die Kilometrierung hat ihren Nullpunkt an der Mainspitze in Ginsheim-Gustavsburg, dem am Zusammenfluss von Rhein und Main, den Flüssen die der Region und dem Regionalpark ihren Namen gaben. Von hier ausgehend werden im Uhrzeigersinn die 190 km Rundweg gemessen und markiert.
Mit der Darstellung der Kilometer in den Karten und Infomaterialen des Regionalparks und zukünftig auch auf der Strecke, wird die Orientierung in der Region und entlang der Strecke leicht möglich. Auch erkennt man auf den ersten Blick die bereits zurück gelegte Entfernung bzw. Strecke, ebenso lassen sich Geschwindigkeit und Zeit erfassen. Diese Form der Markierung wird ausschließlich auf der Rundroute verwendet.

Die Regionalpark Sitzkiesel
Die Sitzkiesel sind das Erkennungszeichen für die 190 Kilometer Regionalpark Rundroute. Sie werden zukünftig in regelmäßigen Abständen entlang der Route einen Platz finden und diese markieren. Ein erster Schritt, damit aus der Landschaft entlang der Regionalpark Rundroute ein zusammenhängender und für jeden erkennbarer Erlebnisraum werden kann. Vor allem aber sind die „Sitzkiesel“ eine besondere und unverwechselbare Sitzgelegenheit, die ausschließlich auf der Regionalpark Rundroute und im GrünGürtel Frankfurt aufgebaut wird.