Die Limes-Route

Die „Limesroute“ greift das Thema „Limes“ für den Regionalpark auf. Zunächst als Postenweg (limes, lat.: Schneise, Weg) mit Wachttürmen angelegt, wurde der Limes in Obergermanien um 120 n. Chr. mit einer zumeist aus Eichenstämmen bestehenden Palisade ausgebaut. Unbegrenzt dauerhaft waren die Eichenhölzer allerdings doch nicht, und so wurde die Limespalisade bald durch Graben und Wall ersetzt. Und diese bestehen, am manchen Stellen, bis heute.

Der Limes war zu keiner Zeit eine undurchdringliche Verteidigungslinie.Er diente neben der sichtbaren Markierung der Außengrenze des Römischen Reichesund der Abwehr kleinerer Einfälle vielmehr dazu, den Personen- und Warenverkehrzur Kontrolle und Zollerhebung auf bestimmte, von Soldaten überwachte Durchgänge zu lenken.

In der Nähe des Limes befanden sich Militärlager (Kastelle), deren Besatzungen die Grenze überwachten. Hier lebten Händler und Handwerker, aber auch dieFamilien der Soldaten. Mit 550 km Länge, 900 Wachttürmen und ca. 120 Kastellen ist der Obergermanisch- Raetische Limes das größte, streckenweise noch gut sichtbare Bodendenkmal in Europa und seit 2005 Welterbeder UNESCO.

In Hessen reicht der Limes von Grebenroth im Rheingau-Taunuskreis bis Seligenstadt am Main. Er verläuft dabei über die bewaldeten Höhen des Taunus und schließt in einem großen Bogen das fruchtbare Gebiet der Wetterau ein. Der Erhaltungszustand dieser 153 km langen Strecke ist unterschiedlich. In landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten ist oberirdisch oftmals nur wenig vom Limes zu sehen, während er sich in Waldgebieten als Wall aus seiner Umgebung erhebt.

Der Regionalpark RheinMain hat zusammen mit der Archäologischen Denkmalpflege des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, den Kreisarchäologien des Wetterau- und Main-Kinzig- Kreises sowie den Kommunen Hammersbach,Limeshain und Altenstadt das Thema »Limes« aufgegriffen.

Die Regionalpark-Route Limes verbindet die Hohe Straße mit dem Vulkanradweg und führt von Hammersbach über Limeshain nach Altenstadt. Inweiten Abschnitten verläuft die Route parallel zum Limes, der sichtbarmarkierten Außen- und Wirtschaftsgrenze des Römischen Reiches zu dengermanischen Stammesgebieten. Auf einer Wegstrecke von 10 Kilometern erläuternInformationstafeln, begleitet von Installationen, die baulichen Anlagen sowiedas Leben entlang der antiken Grenzanlage.