Reise & Erholung Spessart

Im Herzen des Spessarts

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ROTHENBUCH – Eine der ältesten Siedlungen im Spessart

Der Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt (1306 – 1320) und der Würzburger Bischof Gottfried von Hohenlohe (1317 – 1322) schließen „zuo der Rodenboychen“ einen Vertrag über großräumige Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen ab. Am 3. Juli 1318 wurde dies urkundlich festgehalten und der Ort Rothenbuch erstmals schriftlich erwähnt. Direkt an der Quelle der Hafenlohr gelegen, war dies auch der ideale Ort für die Mainzer Kurfürsten, um im 16. Jahrhundert ein Jagdschloss zu errichten, das heute noch ein echtes Schmuckstück ist.

Heute ist Rothenbuch ein begehrter Wohnort mit ca. 2.000 Einwohnern und ein bevorzugtes Ausflugsziel auch aufgrund seiner Höhenlage (360 – 420 m) und der schönen Flur mit dem angrenzenden Wald. Das Ortsbild hat durch die Neugestaltung vieler Straßen und Plätze an Attraktivität gewonnen. Um den heutigen Anforderungen Rechnung tragen zu können, hat man im März 2007 den Touristikverband RÄUBERLAND mit sieben weiteren Gemeinden im „Herzen des Spessarts“ gegründet. Seither wird professionell „vor und hinter den Kulissen“ an der touristischen Weiterentwicklung dieser Urlaubsregion gearbeitet.

Qualitätsregion
Wanderbares Deutschland

Zweifellos ist mit der Zertifizierung im Jahre 2016 nach vier Jahren intensiver Arbeit die „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ als erst vierter Urlaubsregion in Deutschland ein „Meilenstein“ gelungen. 44 Qualitätskriterien waren zu erfüllen, und der Tourismusverband RL hatte sich mit dem Thema Wandern sehr intensiv auseinandergesetzt. Aber auch der Ort hatte viele neue Akzente gesetzt, um die Bedürfnisse der (Wander-) Gäste abzudecken.

Im historischen Ortskern ist neben dem Schlossplatz der Maria-Stern-Platz mit Bauerngarten, das Bauernhausmuseum, die Gemeindemühle und die „Alte Pfarrscheune“ zu bewundern, die alle mit viel Liebe zum Detail renoviert wurden. Aber auch die Neuanlegung des Mühlen- und des Panoramaweges, die Inszenierung des barrierefreien Weges „Wasser-Holz-Stein“ bzw. „Spiel und Pflanzen“ an der renaturierten Hafenlohr oder die Schaffung der Qualitätstour „Natur trifft Geschichte“ ergänzen die Maßnahmen zur Schaffung der touristischen Infrastruktur.

700-jähriges Jubiläum
Im letzten Jahr feierte der Ort Rothenbuch sein 700-jähriges Jubiläum mit vielen Veranstaltungen. Im Nachgang wird heuer das Wilderer-Epos „Johann-Adam-Hasenstab“ mit der für diesen Zweck gegründeten Rothenbucher Theatergruppe aufgeführt (näheres siehe Anzeige).

Historische Weihnachtsmarkt
Ein besonderes Highlight Rothenbuchs bleibt der Historische Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende, der jedes Jahr tausende Besucher aus der ganzen Umgebung anzieht.

Aber auch, wenn es grünt und blüht, macht man sich fein. Kein Wunder, dass der Ort bereits mehrfach Landkreissieger des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ oder auch Landkreissieger von „Lebendiges Grün in Stadt und Land“ wurde.

Neben den Sehenswürdigkeiten lädt auch die Gastronomie ein, Spezialitäten aus dem Spessart zu kosten. Schließlich lebte Rothenbuch jahrhundertelang von der Jagd und der Landwirtschaft. Den nötigen Appetit holen sich die Gäste bei unzähligen Wandermöglichkeiten rund um Rothenbuch; wer möchte, kann sich etwa auf den „Spuren des Wilddiebes“ Johann Adam Hasenstab begeben, oder einen Abstecher ins nahe Hafenlohrtal machen. Nicht umsonst hat der Dichter Kurt Tucholsky schließlich darüber gesagt: „Wenn Landschaft Musik macht: Dies ist ein deutsches Streichkonzert.“