Allgemein

Aus dem Garten auf den Tisch

Ob urban gardening, erfahrener Laubenpieper oder einfach nur frisch gebackener Schrebergartenbesitzer: Gärtnern liegt im Trend. Hier drei Rezeptideen für die frischen Ernteerzeugnisse.

Bei ihrem Besuch verschiedener Kleingartenanlagen haben Christiane Leesker und Vanessa Jansen bei Apfelkuchen mit Streusel, Kürbisblüten mit Frischkäsefüllung, gefüllten Zucchini oder Waldmeister-Panna-Cotta mit Erdbeer-Mousse die ganz besondere Atmosphäre der Schrebergärten erlebt und in diesem Kochbuch eingefangen. Neben 80 saisonalen Rezepten haben sie zahlreiche Tipps zum Einkochen und Konservieren gesammelt.

Foto: © Vanessa Jansen / Südwest Verlag

Lauwarmer Mangoldsalat
Zutaten für 4 Personen
700 g Mangold
1 altbackenes Brötchen
1 Knoblauchzehe
0,1 g Safranfäden
6 EL Olivenöl
100 g gehackte Mandeln
50 g Rosinen
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:
Mangold waschen, putzen, grob schneiden und in kochendem Salzwasser kurz blanchieren. Mit einem Schaumlöffel herausheben, kalt abschrecken und in einem Sieb gut abtropfen lassen. Das Brötchen würfeln. Knoblauch schälen und hacken. Die Safranfäden in etwas heißem Wasser einweichen lassen.

3 Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen und die Mandeln darin goldbraun rösten, dann herausnehmen. Jetzt die Brotwürfel und den Knoblauch im Öl anbraten und wieder herausnehmen. Mangold und Rosinen in die Pfanne geben und einige Minuten dünsten. Safran, Brotwürfel und Mandeln zugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Das Gericht lauwarm servieren.

Mangold gibt es mit leuchtend roten, gelben, orangen oder weißen Stielen. Die Stauden sind also sehr dekorativ und werden schon deshalb gerne angebaut. Meist wird Mangold einfach wie Spinat zubereitet und als Beilage gegessen. Dieses Gericht eignet sich aber auch als Hauptspeise und ist durch die Zugabe von Rosinen und Mandeln besonders raffiniert.

Foto: © Vanessa Jansen / Südwest Verlag

Kabak Dolmasi
Gefüllte Zucchini

Zutaten für 4 Personen
2 Zwiebeln
½ Bund Petersilie
½ Bund Dill
2 große Tomaten
250 g Hackfleisch von Rind oder Lamm
2 EL Paprika- oder Tomatenmark
1 TL getrocknete Minze
1 ½ Tassen Reis (ca. 150 g)
2 EL Olivenöl
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Paprikapulver edelsüß
Sieben-Gewürze-Mischung (ersatzweise Kreuzkümmel)
6 kleine Zucchini

Zubereitung:
Zwiebeln schälen und fein hacken. Petersilie und Dill abbrausen, trocken tupfen, Blättchen bzw. Spitzen von den Stielen zupfen und fein hacken. Die Tomaten mit einem scharfen Messer dünn schälen, vom Stielansatz befreien und fein würfeln. Alles zum Hackfleisch in eine Schüssel geben, mit 1 Esslöffel Paprika- oder Tomatenmark, Minze, ungegartem Reis, 180 ml Wasser und 1 Esslöffel Olivenöl vermengen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Sieben-Gewürze-Mischung würzen.

Die Zucchini putzen und quer halbieren. Das Innere vorsichtig mit einem langen, schmalen Löffel aushöhlen. Die Hackfleischmischung einfüllen. Die Zucchini mit der Schnittfläche nach oben aufrecht in einen Topf stellen.

½ Liter Wasser mit dem verbliebenen Paprika- oder Tomatenmark, Salz und dem restlichen Öl vermischen, zum Kochen bringen und über die Zucchini gießen. Das Gemüse mit einem umgedrehten Teller beschweren und zugedeckt 20–30 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Die Zucchini mit türkischem Joghurt servieren.

Ein leckeres, typisch türkisches Rezept, das auch kalt sehr gut schmeckt. Dafür die gefüllten Zucchini in dicke Scheiben schneiden. Wie man auf dem Foto sieht, können auch andere Gemüsesorten, wie Paprika oder Auberginen, mit der Reis-Hackfleisch-Füllung zubereitet werden.

Foto: © Vanessa Jansen / Südwest Verlag

Zwetschgenknödel
Zutaten für 4 Personen
Für die Knödel:
450 g Kartoffeln (mehligkochend)
Salz
200 g Mehl
60 g Butter
1 Ei
12 Zwetschgen
80 g Semmelbrösel
Außerdem:
Zimtzucker
Schmand

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen, waschen, halbieren und in kochendem Salzwasser 20 Minuten garen. Dann heiß durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken und abkühlen lassen. Die Kartoffelmasse mit Mehl, 1 Esslöffel Butter, Ei und 1 Prise Salz zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zu einer Rolle formen und in 12 gleich große Stücke teilen.

Die Zwetschgen entstielen und entsteinen. Die Teigstücke flach drücken, je 1 Zwetschge daraufsetzen und den Teig drum herum zur Kugel formen.

Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Knödel darin bei geringer Hitze circa 10 Minuten ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausheben und abtropfen lassen. Inzwischen die restliche Butter in einer Pfanne bräunen und die Semmelbrösel darin goldbraun rösten. Die Knödel zugeben und in der Bröselbutter rundherum 2–3 Minuten braten. Danach auf einer Platte anrichten und mit Zimtzucker und Schmand servieren.

Das Rezept stammt aus der Steiermark. Manche bereiten die Knödel mit Topfenteig (Quarkteig) statt des Kartoffelteigs zu. Es gibt vehemente Verfechter beider Varianten! Wer mag, serviert noch Zwetschgen-Röster zu den Knödeln. Das ist einfach ein Zwetschgen-Kompott.