Reise & Erholung Vogtland

Zwischen Thüringer Wald und Erzgebirge

Foto: ©Geschäftsstelle Vogtländisches Mühlenviertel

Das Vogtländische Mühlenviertel und Gebiet um den Burgstein
Zwischen Thüringer Wald und Erzgebirge liegt das alte Grenzland großer Kaiser und Könige. Nicht richtig Thüringen und nicht richtig Sachsen, nicht viel von Franken und noch weniger von Böhmen. Und doch ist von allem etwas dabei – im Vogtland, in der Mitte Deutschlands.

So sind die heute als Burgsteinruinen bekannten Gemäuer ein Ergebnis der Tatsache, dass an dieser Stelle die Bis­tümer Naumburg und Bamberg aneinander stießen und jeder etwas von der einträglichen Wallfahrt haben wollte … Und so natürlich diese Grenzen über die Jahrhunderte waren, so schrecklich war sie im 20. Jahrhundert. Daran, diese Grenze mitten durch Deutschland vor 30 Jahren überwunden zu haben, soll am 12. Oktober 2019 an­lässlich des Westvogtländischen Wandertages erinnert werden. Es gibt drei Strecken entlang des Grünen Bandes im Gebiet um den Burgstein bis zum Drei-Freistaaten-Stein. Gestartet wird in Krebes für 20 km um 9.00 Uhr. Ab 11 Uhr geht es auf die kürzeren 10- und 4-km-Strecken. Die 4-km-Tour ist auch für Rollstuhl-, Kinder- und Bollerwagenfahrer geeignet.

Das Vogtland ist eine Region der Superlative: es ist eine Region der Superlative: Die größten Brücken ihrer Art in der Welt, die modernste Großschanze Europas, der größte Stausee Deutschlands, der erste und zweite deutsche Raumfahrer, aber auch die letzte deutsche „Kaiserin“ – mit all diesen Attributen darf sich das Vogtland schmücken! Dazu eine fast eintausendjährige Geschichte, die von den Sorben über Kaiser Barbarossa und Karl IV. bis in die heutige Zeit reicht. Und das alles inmitten einer Landschaft, die man als Komposition verschiedener Formen bezeichnen möchte – eine Sinfonie der Natur eben.

Charakteristisch für das Vogtland sind die sanft geschwungenen Kuppen, die es auch ungeübten Wanderern ermöglichen, die Berge zu besteigen und die herrlichen Ausblicke zu genießen. Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, dem seien die vielfältigen Radwege empfohlen. Neu in diesem Jahr ist der Lückenschluss am Europäischen Fernradweg Nr. 13, dem Iron Curtain Trail. Er führt vom Schwarzen Meer quer durch Euro­pa, immer entlang des ehemaligen eisernen Vor­hangs (engl. iron curtain), und soll an die europäische Teilung erinnern. Besonders erlebbar ist dies im Gebiet um den Burgstein und im angrenzenden, von den Amerikanern „Little Berlin“ genannten Dorf Mödlareuth.

Die Vogtländer verbinden familiäre Herzlichkeit mit Gemütlichkeit, Erfindungsreichtum mit etwas Eigensinn und unberührtes Naturerlebnis mit glanzvoller Musikkultur.

Nach erfolgreicher Wanderung treffen wir uns am Ziel in Krebes bei Kaffee & selbstgebackenem Kuchen, Musik und Leckerem vom Grill. Wer dann noch nicht müde ist, besichtigt das Sommerhaus des Illustrators Hermann Vogel, der für seine Illustrationen der Grimmschen Märchen und vieler vogtländischer Sagen bekannt ist. Oder das Museumshäus­chen, ein 300 Jahre altes Blockhaus, welches das bäuer­liche Leben der Zeit versinnbildlicht.

In der Drachenhöhle Syrau, der einzigen Tropfsteinhöhle Sachsens, kann es besonders in der Zeit vom Mai bis Oktober passieren, dass der Syrauer Drache dem Besucher über den Weg läuft. In dieser Zeit wird die Drachensage bei einer eindrucksvollen Lasershow aus Licht und Musik in der Walhalla der Höhle lebendig. Wie der Ort vom Drachen von einem mutigen Müllerburschen befreit wurde, erleben Wanderer rund um Syrau auf dem Müllerburschenweg und dem Drachenrundweg.

Ob Syrauer Drache, Kürbitzer Lindwurm oder Forellenköni­gin – erleben Sie die Region des Romantikmalers Her­mann Vogel und der Mühlen, wandern Sie auf dem Mül­lerburschenWeg, durch das Kemnitzbachtal und genießen Sie die Ausblicke in die vogtländische Kuppenlandschaft. Bei Waldesrauschen und Vogelzwitschern schalten Sie den Alltag aus!

Frühlingserwachen im (fast) vergessenen Wanderparadies Vogtland
Durch die Teilung Deutschlands zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten wird das Vogtland nach der Wiedervereinigung vermehrt zum Geheimtipp für Wanderer und Liebhaber unverfälschter Natur. Mehr noch, sie sehen den „Dornröschenschlaf“, den diese Oase der Ruhe und Entspannung erfahren hat sogar als Vorteil an. So konnte sich dieses, durch seine überwiegend kuppige geografische Struktur geprägte Wander- und Radlerparadies seine Urtümlichkeit bewahren.

Eingebettet zwischen Fichtelgebirge, Frankenwald, dem Naturpark Thüringer Schiefergebirge und dem Erzgebirge erstreckt sich das Vogtland über Sachsen, Thüringen und Böhmen bis nach Bayern. Die Entfernung vom Rhein Main-Gebiet aus beträgt gut 3 Autostunden. Um Ihnen dieses Kleinod für Entspannung und Naturschönheit näher zu bringen haben wir auf den folgenden Seiten ein paar „Vogtlandperlen“ für Sie herausgefischt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Geschäftsstelle Vogtländisches Mühlenviertel & Gebiet um den Burgstein
Am Park 1, 08539 Rosenbach / Vogtl. OT Leubnitz
Tel.: 037431/ 86200, info@muehlenviertel-vogtland.de
www.muehlenviertel-vogtland.de, www.burgstein.de