Essen & Trinken Rezepte

Einzigartig gut, einfach zuzubereiten

Gehen Sie mit diesen Rezepten auf Reisen – und genießen Sie die Länderküche am heimischen Esstisch!

Diana Henry: Von der Kunst, einen Pfirsich zu essen. Rezepte und Geschichten einer kulinarischen Weltenbummlerin
Ars Vivendi Verlag, 256 Seiten, 30,00 €

Dieses Kochbuch von Diana Henry mit dem feinen Samtumschlag ist schon haptisch ein Genuss! Aufgeteilt in Frühling/Sommer, Herbst/Winter und inspiriert von Dianas Reisen bietet das Buch eine Auswahl an unwiderstehlichen Gerichten, die sich zu verschiedenen Menüs zusammenstellen lassen. Die britische Food-Autorin versteht es meisterhaft, geschmackliche Raffinesse mit müheloser Küche zu verbinden. Mit vielen praktischen Tipps und Tricks.
ISBN 978-3-7472-0101-5

Fotos: © Laura Edwards

Tomaten, Fenchel & Kichererbsen aus dem Ofen mit eingelegter Zitrone & Honig
ZUTATEN für 6 Personen
für die Tomaten
10 große Eiertomaten, 3 EL Olivenöl, 1 EL Balsamicoessig, 1 ½ EL Harissa, 2 TL Zucker, Meersalzflocken und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
für den Fenchel
2 große Fenchelknollen, Saft von ½ Zitrone,
2 Knoblauchzehen, angedrückt, ½ TL Fenchelsamen im Mörser grob zerstoßen, 1 großzügige Prise Chiliflocken, 2 ½ EL natives Olivenöl extra, 400 g Kichererbsen (aus der Dose, abgespült und abgetropft)
für das Dressing
2 kleine eingelegte Zitronen plus 2 TL Sud aus dem Einmachglas, 2 EL Weißweinessig, 1 ½
EL flüssiger Honig, 5 EL natives Olivenöl extra, 4 EL gehacktes Koriandergrün

Fotos: © Laura Edwards

Schellfisch-Sellerie-Gratin
ZUTATEN für 8 Personen
3 mittelgroße Stangen Lauch
35 g Butter
725 g Knollensellerie
200 g Kartoffeln
100 ml Fischbouillon (oder Hühnerbrühe)
300 g Crème double
375 g geräucherte Schellfischfilets, Haut abgezogen
Meersalzflocken und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

ZUBEREITUNG
Die zähen äußeren Blätter von den Lauchstangen abziehen und entsorgen. Das buschige Ende abschneiden, ebenso die dunkelgrünen Spitzen. Den Lauch in Scheiben schneiden und sorgfältig waschen, um allen Dreck zu entfernen. Mit der Butter in einen Topf oder eine Pfanne geben. Auf mittlerer Stufe erhitzen, bis die Butter zerlassen ist, dann 1 Spritzer Wasser zufügen, die Temperatur auf niedrige Stufe reduzieren und den Lauch etwa 20 Minuten abgedeckt dünsten, bis er sehr zart ist. Gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.
Inzwischen Sellerie und Kartoffeln schälen und in feine Scheiben schneiden (am besten mit einer Mandoline, falls vorhanden). Die Gemüsescheiben in einen breiten Topf geben, Fischbouillon und Crème double zufügen und zum Kochen bringen. Die Temperatur sofort reduzieren und 15 Minuten sehr sanft köcheln lassen.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Fischfilets in 4 cm breite Scheiben schneiden.
Die Hälfte der Sellerie-Kartoffel-Mischung in einer Auflaufformverteilen und mit Salz und Pfeffer würzen (darauf achten, nicht zu viel Salz zu verwenden, denn der geräucherte Fisch ist bereits salzig im Geschmack). Die Hälfte des Lauchs und die Schellfischscheiben daraufschichten. Abschließend den restlichen Lauch, gefolgt von der noch übrigen Sellerie-Kartoffel-Mischung daraufgeben.
Im Ofen 30 Minuten backen, bis das Gratin in der Mitte zart ist und eine goldbraune Oberfläche hat. Mit grünem Gemüse, einem Brunnenkressesalat oder Chicorée als Beilage sofort servieren.

Fotos: © Laura Edwards

Stachelbeer-Mandelkuchen mit Zitronenthymian-Sirup
ZUTATEN für 6-8 Personen
für den Kuchen
125 g weiche Butter plus etwas mehr für die Form, 125 g Zucker plus 5 weitere EL, 3 große Eier (Zimmertemperatur, leicht verquirlt), 75 g Mehl (Type 405, gesiebt), 2 TL gehackte Zitronenthymianblättchen, Abrieb von 1 Bio-Zitrone, 75 g gemahlene Mandeln, ¾ TL Backpulver, 350 g Stachelbeeren (Stiel und Blütenansätze entfernt)
für den Sirup
4 EL Zucker, Saft von 2 großen Zitronen,
2 TL Zitronenthymianblättchen
für die Stachelbeeren
75 g Zucker, 2 Stängel Zitronenthymian, 500 g Stachelbeeren,
Stiel und Blütenansätze entfernt
zum Servieren
Thymianblüten, Puderzucker zum Bestäuben, gesüßte Crème fraîche oder Schlagsahne

ZUBEREITUNG
Den Backofen auf 190 °C vorheizen. Eine kleine Springform
(20 cm Ø) fetten und den Boden mit Backpapier auslegen.
Butter und 125 g Zucker schaumig schlagen. Die Eier nach und nach zufügen, dabei jedes Ei vollständig unterrühren. Falls die Mischung ausflockt, 1 EL Mehl untermengen. Zitronenthymianblättchen und Zitronenabrieb im Mörser mit dem Stößel zerreiben, bis sie aromatisch duften. Zum Teig geben und rasch untermischen. Restliches Mehl, Mandeln und Backpulver mischen und unterheben. Den Teig in die Form füllen. Die Stachelbeeren im restlichen Zucker wälzen und auf der Oberfläche verteilen. Im vorgeheizten Ofen etwa 30 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn an einem in die Mitte gestochenen Holzstäbchen beim Herausziehen keine feuchten Krümel mehr haften bleiben.
Für den Sirup zügig Zucker, Zitronensaft und Zitronenthymian in einem kleinen Topf mischen und unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den warmen Kuchen mehrmals mit einem Spieß einstechen und den Sirup vorsichtig darüber gießen. Leicht abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf eine Servierplatte setzen.
Inzwischen die Stachelbeeren pochieren. Dafür in einem Topf 175 ml Wasser, Zucker und Zitronenthymian unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Stachelbeeren zufügen und 4 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Früchte zart sind, aber nicht zusammenfallen (die meisten Beeren sollten die Form halten). Abkühlen lassen.
Thymianblüten eignen sich ganz wunderbar als Garnitur für den Kuchen, mit Puderzucker bestäubt ist er aber auch lecker. Dazu gesüßte Crème fraîche oder Sahne und die pochierten Stachelbeeren reichen.