Essen & Trinken Hobby & Freizeit Rezepte

Alles selbstgemacht!

Foto: © Mathias Neubauer

Nichts wegwerfen, sich nach der Erntezeit richten und
herzhafte oder süße Köstlichkeiten selbst machen, das ist heute wieder topaktuell. Mit den handgefertigten Erzeugnissen machen Sie auch Ihren Mitmenschen eine Freude!

Alfons Schuhbeck: Hausgemacht & Eingekocht

ZS Verlag, 160 Seiten, 22,99 €

In Alfons Schuhbecks Kindheit war es ganz normal, das Obst für den Winter zu Kompott zu verarbeiten und Gemüse in Essigsud einzulegen.

Der allseits bekannte Spitzenkoch verrät seine besten Rezepte von eigenem Sauerteig, Gewürzölen, Marmeladen und Kompotts bis zu selbstgemachter Gemüse- und Hühnerbrühe, Salzzitronen und Leberwurst. Chutneys und Kuchen im Glas lassen sich auch gut verschenken!

Mini-Zwetschgenkuchen

15 MIN. ZUBEREITUNG • 30 MIN. BACKZEIT

Zutaten FÜR 1 12ER-MUFFINBLECH

weiche Butter und
Weißbrotbrösel für das Blech
16 Zwetschgen
30 g kandierter Ingwer
200 g Mehl
1 Pck. Backpulver
100 g geschälte gemahlene Mandeln
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
Salz • 2 Eier (Größe M)
50 ml Orangensaft
abgeriebene Schale von
1 unbehandelten Limette
1 EL Limettensaft

ZUBEREITUNG

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Mulden des Muffinblechs mit Butter einfetten und mit Bröseln ausstreuen.
Die Zwetschgen waschen, vierteln und entsteinen. Den kandierten Ingwer in feine Würfel schneiden. Das Mehl mit dem Backpulver in eine Rührschüssel sieben. Mandeln, Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz hinzufügen und untermischen. Die Eier mit dem kandierten Ingwer, Orangensaft sowie Limettenschale und -saft dazugeben und alles mit den Quirlen des Handrührgeräts zu einem glatten Teig verrühren.
Den Teig abwechselnd mit den Zwetschgen auf die Mulden des Muffinblechs verteilen. Die Mini-Zwetschgenkuchen im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen.
Das Blech aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter kurz abkühlen lassen, dann die Küchlein aus den Mulden lösen und vollständig abkühlen lassen. Zum Servieren die Küchlein nach Belieben mit Puderzucker bestäuben und halbsteif geschlagene Sahne dazu reichen.

Foto: © Mathias Neubauer

Piccalilli – englisches Senfgemüse

30 Min. ZUBEREITUNG • 2 Std. ZIEHZEIT

Zutaten FÜR 4 GLÄSER (À CA. 250 ML)

800 g Zucchini
2 Zwiebeln
65 g Salz
1 rote Paprikaschote
20 g Speisestärke (1 geh. EL)
250 g Weißweinessig
250 g Zucker
10 g mildes Currypulver (1 geh. EL)
10 g feines gelbes Senfmehl (1 EL)

ZUBEREITUNG

Die Zucchini putzen und waschen. Dann längs vierteln und das weiche Innere mit einem Löffel entfernen. Den festen Anteil in etwa ½ cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden. Etwa 500 g Zucchini und 300 g Zwiebeln (Reste anderweitig verwenden) mit 40 g Salz mischen und 1 bis 2 Stunden ziehen lassen.

Inzwischen die Paprikaschote längs halbieren, entkernen, waschen und in etwa ½ cm große Würfel schneiden. Die Zucchini- Zwiebel-Mischung in einem Sieb kalt abbrausen, abtropfen lassen und mit den Paprikawürfeln in einen Topf geben.

Die Speisestärke mit etwas Essig glatt rühren, dann mit dem restlichen Essig, Zucker, dem übrigen Salz (25 g), Currypulver und Senfmehl zum Gemüse in den Topf geben. Alles bei mittlerer Hitze langsam aufkochen und etwa 1 Minute leicht köcheln lassen.

Gemüse und Sud kochend heiß in sterilisierte Twist-off-Gläser füllen, gut verschließen, auf die Deckel stürzen und lauwarm abkühlen lassen. Anschließend die Gläser wieder wenden und vollständig abkühlen lassen. Das Piccalilli hält sich an einem kühlen, dunklen Ort mehrere Wochen.

Foto: © Mathias Neubauer

Bayerischer Ketchup

15 MIN. ZUBEREITUNG • 30 MIN. GARZEIT

Zutaten FÜR 2 FLASCHEN (À CA. 500 ML)

1 Zwiebel
50 g brauner Zucker
1 EL Tomatenmark (ca. 30 g)
600 g stückige Tomaten
(aus der Dose oder
selbst gemacht; siehe Tipp)
150 ml Gemüsebrühe
50 ml Ananassaft
1 EL mildes Currypulver
milde Chiliflocken
1 TL Apfelessig
50 ml Rapsöl
10 g Salz

ZUBEREITUNG

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Den braunen Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze hell karamellisieren. Die Zwiebelwürfel darin kurz andünsten. Das Tomatenmark dazugeben und etwas mitrösten.

Die stückigen Tomaten, die Brühe und den Ananassaft dazugeben und alles offen knapp unter dem Siedepunkt etwa 30 Minuten mehr ziehen als köcheln lassen.

Anschließend vom Herd nehmen. Das Currypulver, 1 Prise Chiliflocken und den Essig zu den Tomaten geben. Das Ganze im Topf mit dem Stabmixer gut verrühren, dabei das Öl hineinlaufen lassen.

Zuletzt den Ketchup mit dem Salz abschmecken und in sterilisierte Flaschen füllen. Er hält sich im Kühlschrank mehrere Tage. Nach Belieben können Sie den Ketchup einkochen.

Die Tomaten häuten, würfeln und zu drei Viertel in sterilisierte Einmachgläser füllen, mit Kräutern nach Belieben und wenig Salz würzen. Die Gläser mit sauberen Gummiringen verschließen und mit etwas Abstand zueinander in das Wasserbad im Ofen stellen und etwa 1 Stunde einkochen.

Foto: © Mathias Neubauer