Thüringen

DomStufen-Festspiele in Erfurt

Foto: DomStufen-Festspiele in Erfurt

Weit über die Grenzen Thüringens und Deutschlands hinaus haben sich die DomStufen-Festspiele einen klangvollen Namen gemacht. Jahr für Jahr veranstaltet das Theater Erfurt dieses sommerliche Open-Air-Spektakel vor der atemberaubenden Kulisse des Mariendoms, in dem Martin Luther einst zum Priester geweiht wurde, und lässt die 70 Stufen des Dombergs zur Opern- oder Musicalbühne werden. Seit 1994 pilgern mehrere hunderttausend Besucher vor die 700 Jahre alte Kulisse. Die enorme Nachfrage aus Deutschland und angrenzenden europäischen Ländern spricht für die künstlerischen Leistungen des Theaters Erfurt bei den DomStufen-Festspielen, die sich längst zu einem Markenzeichen für die kulturelle Vielfalt Thüringens entwickelt haben.

2019 erlebten über 44.000 begeisterte Zuschauer die Uraufführung des Musicals Der Name der Rose von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik und sorgten für restlos ausverkaufte Festspiele. Weitere 8.000 Zuschauer sahen die Kinderoper Pettersson und Findus und der Hahn im Korb von Niclas Ramdohr, sodass insgesamt erstmals über 50.000 Zuschauer die DomStufen-Festspiele in Erfurt besuchten.

DomStufen-Festspiele in Erfurt 2021 – Die Jungfrau von Orleans

Mit Tschaikowskys JUNGFRAU VON ORELANS steht 2021 eine große Opernproduktion in russischer Sprache auf dem Festspielprogramm.

Die Bauerntochter Johanna folgt einem göttlichen Zeichen und zieht in den Kampf für Frankreich gegen die englische Besatzung. Der junge französische Thronanwärter Karl ist kriegsmüde, da erfährt er von dem Sieg, den das Heer unter Johannas Führung errungen hat. In einer weiteren Schlacht schenkt sie dem feindlichen Ritter Lionel aus Mitleid und Liebe das Leben und spürt, dass sich damit ihr Schicksal wenden wird. Bei der Krönung Karls wird Johanna noch als Retterin gefeiert, da erscheint ihr Vater und beschuldigt sie der Hexerei. Von allen im Stich gelassen wird sie von feindlichen Truppen gefangen und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

Tschaikowsky schrieb selbst das Operntextbuch für seine Oper auf Basis einer russischen Schiller-Übersetzung. Starken Einfluss auf die Konzeption hatte vor allem die große französische Oper, und so zeigt sich Tschaikowsky in diesem Werk weniger von seiner national-russischen Seite, sondern erweist sich als Musikdramatiker europäischer Ausrichtung.

Oper von Peter Tschaikowsky

Text vom Komponisten nach dem Schauspiel von Friedrich Schiller Uraufführung St. Petersburg 1881 In russischer Sprache mit Übertiteln

Musikalische Leitung: Yannis Pouspourikas
Inszenierung: Tomo Sugao
Bühne: Hank Irwin Kittel
Kostüme: Bianca Deigner
Premiere: Fr, 9. Juli 2021, 20.30 Uhr

Weitere Vorstellungen:

Sa, 10.07. | So, 11.07. | Di, 13.07. | Mi, 14.07. | Do, 15.07. | Fr, 16.07. | Sa, 17.07. | So, 18.07. | Di, 20.07. | Mi, 21.07. | Do, 22.07. | Fr, 23.07. | Sa, 24.07. | So, 25.07. | Mi, 28.07. | Do, 29.07. | Fr, 30.07. | Sa, 31.07. | So, 01.08.2021