Hoch im Norden Nordsee Reise & Erholung

Nordsee Schleswig-Holstein – ganz natürlich

Foto: ©Tourismus Marketing Service Büsum GmbH

Barfuß über den Meeresboden laufen oder die Heilkraft des Meeres bei einer Thalasso-Behandlung genießen, endlose Sandstrände und einsame, wildromantische Dünenlandschaften auf Amrum und Sylt – Urlaub an der Nordsee Schleswig-Holstein ist Erholung pur mit erfrischend neuen Perspektiven: mit Blicken bis zum Horizont und reichlich Raum zum Erleben einer einzigartigen Natur. Die Küste zwischen List auf Sylt und der Elbmündung ist einmalig, es warten Naturerlebnisse von Weltrang auf Entdecker: Natur-Liebhaber erkunden hier eine Landschaft, die in einer Liga mit dem Australischen Great Barrier Reef oder dem Grand Canyon in den USA spielt: Das Wattenmeer ist Weltnaturerbe!
Ein Urlaub in diesem Welterbe Wattenmeer ist ein unvergessliches Erlebnis: Wenn sich die Nordsee alle zwölf Stunden zur Ebbe zurückzieht, können Urlauber mit qualifizierten Wattführern über den Meeresboden wandern und die einzigartige Welt des Watt erkunden. Etwas zum Staunen und etwas Überraschendes gibt es auf jeder Wattwanderung. Immer wieder – auch wenn der Schlick auf den ersten Blick nach nicht sehr viel aussieht: es ist ein unfassbar reicher Lebensraum. Wattwanderungen gibt es in kurz und auch für Kinder. Und es gibt sie stundenlang, das sind Touren für Entdecker und ein Ausflug weit weg vom Rest der Welt.

Übrigens: der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist mit 4.410 Quadratkilometern der größte zwischen Sizilien und dem Nordkap. Viel Platz also für persönliches Naturerleben und so reich: Rund 10.000 Tier- und Pflanzenarten haben hier ihren Lebensraum, hinzu kommen jedes Jahr 10 bis 12 Millionen Zugvögel auf ihrer Durchreise aus dem hohen Norden in ihre Winterquartiere. Manche Vögel aus der Arktis haben ihr Winterquartier an der Nordsee – mit dem Fernglas lässt sich manch besonderer und außergewöhnliche Gast erspähen. Aus gebührender Entfernung können sogar Seehunde und Kegelrobben beobachtet werden, die sich auf einer Sandbank sonnen. Mit Glück sieht man sogar (kleine) Schweinswale oder Seeadler.

In der Ferne zeichnen sich die Halligen ab – als „schwimmende Träume“ bezeichnete sie einst der Dichter Theodor Storm. Scheint es nicht so? Eine Hand voll Häuser da draußen, unwirklich wie ein Traum und schwimmend in der See. Auch dies ist eine Welt für sich – und einzigartig. Die winzigen Eilande werden nicht als Inseln bezeichnet. Im Gegensatz zu den Nordsee-Inseln entstanden sie nicht aus einem eiszeitlichen Geestkern, sondern wurden durch frühere Sturmfluten aus Schlick aufgebaut. Die Häuser der Halligen stehen übrigens auf von Menschen geschaffenen Wohnhügeln – den Warften. Und eben das macht sie einzigartig. Wenn die Halligen während der großen Stürme „Land unter melden“, schauen nur noch die Häuser aus den tobenden Fluten der Nordsee – ein unvergessliches aber sicheres Rendezvous mit den Naturgewalten für Urlauber.
Ruhiger aber nicht weniger spannend und ebenso spektakulär wie draußen geht in den Museen an der Küste zu. Im Multimar Wattforum in Tönning oder im Erlebniszentrum Naturgewalten auf Sylt zum Beispiel kann man in den Schau-Aquarien einen Blick in die faszinierende Welt unter Wasser werfen. Und in den Museen kann man erfahren, wie Deiche die Küste schützen, was bei einer Sturmflut passiert – oder eben wie Ebbe und Flut funktionieren. Und draußen wartet wieder eine Welt; so weit, so wild, so wunderbar. Mit sechs Inseln, zehn Halligen und 408 Kilometer Deich, von dem man bis zum Horizont schauen kann. Und man vielleicht ein paar der mehr als 9000 Seehunde entdecken kann.