Ausflugsziele Reise & Erholung Spessart

Spessartperlen

Foto: AdobeStock / ©thorstenstark

Wandern im Spessart bedeutet, die Stille in den tiefen, unberührten Wäldern der Region zu genießen. Es bedeutet, die Seele im größten zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Deutschlands, mit uralten Eichen- und Buchenwäldern und daher besonders sauerstoffreicher Luft, zu regenerieren. Die schönsten Wanderwege im Spessart führen auch durch urige, beschauliche Dörfer und an alten Streuobstwiesen vorbei.

Das Hafenlohrtal
Die Hafenlohr entspringt bei Rothenbuch und mündet in der Ortschaft Hafenlohr in den Main. Auf fast 25 km schlängelt sie sich durch das malerische Tal inmitten des Spessartwaldes mit seinen alten Eichen sowie durch, mittlerweile 71 ha geschützte Talbereiche mit eindrucksvoller Flora und Fauna. Das Hafenlohrtal erstreckt sich von Rothenbuch bis zur Mündung, ca.20 km flussabwärts von Lohr in den Main. Es ist eingebettet in einen der artenreichsten Laubwälder Deutschlands. Nicht zuletzt seine einzigartige und reichhaltige Flora haben es zu einem der bei Wanderern beliebtesten Täler im Spessart gemacht. Mehr als 400 Farn- und Blütenpflanzen konnten im Talbereich nachgewiesen werden und zahlreiche gefährdete Tierarten leben hier. Obwohl als Wandergebiet beliebt wirkt das Tal niemals überlaufen. Es umhüllt den Wanderer mit einsamer, wilder Schönheit. Ein Bohlensteg hilft dabei, die schützenswerte Natur des Tals zu beobachten aber ihr nicht zu schaden. Zahlreiche Informationstafeln bringen dem Wanderer die Schönheiten und Besonderheiten dieses naturbelassenen Tales näher.
In der Lichtenau gibt es mit den Gasthäusern “Hochspessart” und “Hoher Knuck” gute Einkehrmöglichkeiten. Die Wanderung führt entlang der Hafenlohr weiter, vorbei an fürstlichen Forsthäusern. Bevor es hinunter zur Mündung nach Hafenlohr geht sollte man einen Abstecher nach Bergrothenfels nicht auslassen. Von hier geht es hinauf zum Schlangenbrunn, der oberhalb der Ortschaft liegt und von dort kann man die wunderschöne Aussicht über die Burg Rothenfels und über die bewaldeten Spessarthöhen genießen.

Der Main-Tauber-Radweg
Eine weitere „Spessartperle“ ist die sehenswerte Kulturstadt Wertheim. An der Mündung der Tauber in den Main gelegen verbindet sie den Spessart, das Maintal und das liebliche Taubertal.
Kunst- und Kulturbewusste erreichen über den Main-Tauber Radweg bequem und ohne große Steigungen meistern zu müssen die “14 Museen an Main und Tauber”: Eine Kooperation von Museen aus verschiedenen Kunst- und Kulturbereichen. Alleine sieben davon liegen in Wertheim und Umgebung, wie etwa das Hammermuseum in Wertheim-Hasloch mit seinem bis heute funktionsfähigen historischen Eisenhammer. „Gelebte Technik seit 1779“ vermittelt eine Geschichte voller Leidenschaft zum glühenden Eisen. Die Ausstellung zeigt über 240 Jahre Firmen- und Industriegeschichte: von den Anfängen des Eisenhammers mit seinen Schmiedeprodukten bis zum international agierenden Kurtz Ersa – Konzern heute.
Die weiteren Museen befinden sich in Lohr, Triefenstein, Marktheidenfeld, Freudenberg, Miltenberg, Bad Mergentheim und Weikersheim.

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Sonderausstellung „Tierisch gut – Last-, Reit- und Zugtiere im Spessart“
2.12.2021 – 11.9.2022

Rinder und Pferde vor Pflug und Wagen gehörten bis in die frühen 1960er Jahre überall zum Alltag. Lange vorher von der Straße verschwunden waren karrenziehende Hunde und Ziegen – ebenso wie Maultiere und Esel. Die Ausstellung spürt ihnen allen nach: den berühmten Frammersbacher Fuhrleuten; den robusten „Spessartern“; den Leinreiterpferden, die die Schiffe mainaufwärts zogen und den Ochsen und Kühen, die zur Arbeit unverzichtbar waren. Zum Mitmachen laden ein, ein Gedächtnisspiel und die Pferdchensäge-Station.

Foto: ©Spessartmuseum Lohr a. Main

Spessartmuseum
Schloßplatz 1
97816 Lohr a. Main
www.spessartmuseum.de
Tel. 09353/793-2399
spessartmuseum@Lramsp.de
Öffnungszeiten:
Di – Sa 10 – 16 Uhr,
So & Feiertage 10 – 17 Uhr