Entlang der Burgenstraße Reise & Freizeit

Teil 4 von Nürnberg nach Bamberg

Burg Rabenstein / Foto: © Die Burgenstraße e.V.

Bummeln von Burg zu Burg

Entschleunigt, individuell und abwechslungsreich – das ist eine
Reise auf der 780 Kilometer langen Ferienstraße von Mannheim nach Bayreuth. Die Route wird von mehr als 60 Burgen und Schlössern, Bilderbuchlandschaften und hübschen Städtchen
gesäumt. Ob klassisch mit dem Auto, sportlich mit dem Fahrrad oder unabhängig mit dem Wohnmobil, die Entdeckungsreise durch die Epochen gelingt auf jeden Fall.

Was kann mehr für die Burgenstraße stehen als der Startpunkt der vierten Tour, Nürnberg mit der Kaiserburg. Beim Besuch des berühmten Wahrzeichens ist nicht nur die imposante Burganlage sehenswert, sondern auch die Dauerausstellung „Kaiser – Reich – Stadt. Die Kaiserburg Nürnberg“ in den historischen Räumen der Kaiserburg. Bei einem Streifzug durch die Altstadt, die bis heute von einer Stadtmauer umschlossen wird, erschließt sich die ganze Bandbreite der Halbmillionen-Metropole: historische Gebäude im Einklang mit moderner Architektur, eine vielfältige Museumslandschaft, Shoppingmeilen mit ausgefallenen Geschäften und auf Schritt und Tritt Verkostungsangebote für die berühmten fingerlangen Bratwürste.

Nur wenige Kilometer von Nürnberg entfernt liegt in Lauf an der Pegnitz gleich noch eine Kaiserburg. Noch heute ist hier die europaweit einzigartige Wappenkammer mit 112 in Stein gemeißelten und bemalten Wappen zu bewundern, in der sich der Kaiser Karl IV. als Regent der böhmischen Krone zeigte und Abordnungen empfing.

Der weitere Weg führt in einem Bogen durch die Fränkische Schweiz, die zwischen den Burgenstraßen-Leuchttürmen Nürnberg, Bamberg und Bayreuth eingebettet ist. Die erste Station ist Forchheim mit seiner Kaiserpfalz und einem Rathaus, das sich immer zur Weihnachtszeit in einen Adventskalender verwandelt. Das „Land der Burgen, Mühlen und Höhlen“ wurde bereits Ende des 18.Jahrhunderts von prominenten Gästen wie den Dichtern Jean Paul, Ludwig Tieck und Ernst Moritz Arndt durchwandert. „Was die Schweiz im Großen ist, findet man hier in verjüngtem Maßstab…“ steht in einem Wanderführer aus dem Jahr 1829 – ein Satz, der bis heute gilt. Bizarre Felsformationen, wie geschaffen für die zahlreichen Ritterburgen, sind charakteristisch für die Landschaft. Die tausendjährige Burg Pottenstein, Burg Gößweinstein, Burg Egloffstein und Burg Rabenstein, heute ein bezauberndes Hotel, zählen zu den Musterexemplaren dieses waghalsigen Burgenbaus. Ebenfalls in schwindelnder Höhe liegen die Ruinen der Burgen Neideck und Streitburg, die beide einen herrlichen Ausblick auf das Wiesenttal bieten. Bei der einstigen Burg Greifenstein gelang sogar die Umgestaltung zu einem mächtigen Schloss, das über dem Ort Heiligenstadt thront.

Der lieblichen Seite der Fränkischen Schweiz begegnet die Burgenstraße, wenn sie durch idyllische Flusstäler und vorbei an ausgedehnten Streuobstwiesen führt. Nicht umsonst ist die Gegend für ihre edlen Brände bekannt. Unterirdische Wunderwelten eröffnen sich beim Besuch der Teufelshöhle in Pottenstein und der Sophienhöhle im Naturparadies Burg Rabenstein in Ahorntal, die zugleich beliebtes Ausflugsziel und außergewöhnlicher Rahmen für Konzerte sind.

Nachdem die Burgenstraße die „Rekordgemeinde“ Aufseß, der die „größte Brauereidichte weltweit“ bescheinigt wird, und das prächtige Schloss Seehof passiert hat, endet diese Tour in Bamberg. Die alte Bischofs- und Kaiserstadt wurde 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe geadelt. Die Altenburg, gelegen auf dem höchsten der sieben Hügel, ist neben Dom und Michaelsberg einer der Blickfänge im Stadtpanorama und der Anknüpfungspunkt an die Burgenstraße.

Bamberg / Blick in die Karolinenstrasse /
Foto: ©Bamberg Tourismus Service / Sonja Krebs
Bamberg / Altstadt /
Foto: ©Bamberg Tourismus Service / Sonja Krebs